Bezahlen im Netz

Geschrieben am 16.06.2013 in Netz | 4 Kommentare

Ich bin ausdrücklich nicht der Meinung, dass es im Internet einen weltweiten Konsens darüber gäbe,  dass dort alles umsonst sein müsse. Ich kann bei mir selbst beobachten, dass es die kolportierte Kostenloskultur schlicht nicht gibt, oder mindestens, dass es sie in Zukunft nicht geben wird. Ich bezahle für etliche Dienste im Netz. Und ich kenne viele andere, die es mir gleich tun.

Was allerdings stimmt ist, dass ich sehr genau hinschaue, wem und wofür ich mein Geld gebe. Und auch, wie der Prozess des Geldgebens funktioniert, also ist er komfortabel gestaltet, ist er sicher und vertrauenswürdig usw., ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Sprich: das Angebot,  der Service, der Support,  das Design,  die Bezahlmethode, die UI, die Bestellabwicklung, wieviele Daten dabei erhoben werden, wie ich als Kunde behandelt werde, das muss praktisch alles oder zumindest in großen Teilen stimmen, damit es zum Abschluss kommt.

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Damit fallen beispielsweise langfristige Aboangebote oder auch kurzfristige mit einzuhaltenden Kündigungsfristen von vornherein weg. Das ist das Netz, ich will nicht behandelt werden, als würde ich etwas von einem Drücker an der Haustür erwerben. Ich will auch nicht kilometerweise Formulare ausfüllen oder meinen Lebenslauf einreichen. Und ich will nicht nach einer Bezahlfunktion suchen müssen, oder die Bedingungen dazu recherchieren müssen. Ich will ein ehrliches Geschäft machen,  nicht wie ein Betrüger behandelt werden. Ihr bekommt womöglich meine Kreditkartendaten, zeigt mir gefälligst, dass ihr dieses Vertrauen würdig seid. Und ich will die Daten auch garantiert nur einmal bei euch eingeben. Aber trotzdem immer darauf zugreifen können um sie zu ändern, wenn es nötig ist.

Was auch nicht geht, ist wenn Bestellstrecken nicht funktionieren, oder sich dauernd ändern. Oder mit dem Smartphone nicht funktionieren. Oder an irgendeiner Stelle nicht klar ist, was ich jetzt bestelle. Oder mir werden Dinge in den virtuellen Einkaufswagen gelegt, die ich nicht will und dann wieder wegklicken muss. Und ich will keine Tricks. Keine. Das heisst auch: ich will keine unaufgefordert zugesandten Mails von Euch. Auch keine Gewinnspiele,  die eigentlich nur die gleichen Testabos sind, wie sie einem am Bahnhof aufgedrängt werden. Ich will nie,  dass meine Daten für Werbezwecke von euch, euren Partnern oder sonst wem genutzt werden. Könnt’ ihr gleich vergessen.

Bezahlung im Internet muss einfach, schnell, sicher und vertrauenswürdig ablaufen, zwischen Geschäftspartnern, die sich gegenseitig vertrauen und respektieren. Und das Angebot muss natürlich auch stimmen. Nicht vergessen.

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4 Kommentare

  1. Cornelius
    16. Juni 2013

    Du sprichst mir aus der Seele.

  2. Bezahlen im Netz – flashfonic.de
    17. Juni 2013

    […] Bezahlen im Netz → […]

  3. ST
    17. Juni 2013

    Na klar! Was denn noch alles! Etwa einen nicht zu hohen Preis bezahlen müssen? Wählen können, was genau du kaufst, ohne ein Paket erwerben zu müssen? Und ohne lange Laufzeit und Kündigungsfrist allein durch interessante Inhalte an den Anbieter gebunden werden? Das wäre ja noch schöner! Wo kämen wir denn da hin??
    ;)

  4. Famous last words for free | Mediensalat
    18. Juni 2013

    […] Bezahlen im Netz […]