Webkongress Erlangen 2010

Eine mittlere Premiere gibt es für den 7. und 8. Oktober in diesem Jahr zu verkünden. Der Webkongress Erlangen findet zu diesem Termin zwar schon zum dritten Mal statt, ich werde dort aber zum erste Male zu hören sein. Unter dem Titel »Relaunching ZEIT ONLINE« werde ich ein wenig über den Relaunch von zeit.de im September 2009, den Weg dorthin und den Erlebnissen seitdem berichten. Dabei geht es natürlich in der Hauptsache um den Fachbereich Frontendentwicklung und -technologie, sowie mein immerwehrenden Freunde: Usabilty und Accessibilty.

Nun kommen natürlich wegen mir alleine zu wenig Teilnehmer zu einem Kongress, deswegen sind weitere hochkarätige Webexperten geladen worden, bspw. Jens Grochtdreis, Vladimir Simovic und Alvar Freude. Übergeordnetes Thema des Kongresses sind Lösungen für barrierefreie Webseiten, soll heissen es geht nicht mehr nur um die Technik und den Prozess, sondern vielmehr um Webangebote, die diese Techniken auch ein- und umsetzen.

Mehr gibt es auf der Homepage des WKE 2010 nachzulesen. See you there.

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CSS exklusiv für iPad

Allgemein bekannt dürfte der Ansatz sein, wie man dem iPad ein eigenes CSS, zusätzlich zum Standard-CSS der Website unterschiebt, nämlich genauso wie beim iPhone mit CSS media queries:

<link rel="styleyheet" media="only screen and (min-device-width: 768px and max-device-width: 1024px)" href="ipad.css">

Etwas komplzierter wird es, wenn man dem guten Tablet von Apple ein komplett eigenes CSS präsentieren will. Das kann ja durchaus Sinn machen, bspw. wenn man Elemente der Seite von Grund auf neu layouten will oder muss und nicht unnötig CSS herunterladen will. Zunächst einmal kann man verhindern, dass bestimmte CSSse vom iPad gelesen werden, indem man für das Pad unpassende Queries liefert:

<link rel="styleyheet" media="only screen and (min-device-width: 769px)" href="otherbrowsers.css">

wäre eine Möglichkeit. Nun stehen aber natürlich wieder die Internet Explorer im Hemd da, ihnen fehl jegliche Unterstützung der media queries (bis IE8 einschließlich). Darum muss man die gleiche Datei nochmal extra für die IEs liefern, hässlich in Conditional Comments gepresst:

<!--[if IE 6]>
    <link rel="styleyheet" href="otherbrowser.css">
<![endif]-->

Das sieht ja zunächst mal ein wenig dreckig aus, und ist es wahrscheinlich auch. ;)

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Umbruch

Frontendtechnisch betrachtet befinden wir uns in einer Zeit des Umbruchs. Das ist natürlich permanent der Fall, aber diesmal kommt es wirklich dicke. Das ist jetzt nicht Web 2.1 und es kommt auch kein neues AJAX. Diesmal kommt heftig und es knallt überall gleichzeitig.

Da ist zunächst mal die technische Änderung. HTML5, noch gestern der Versuch einen neuen Webstandard für eben HTML-Seiten zu entwickeln, ist heute gewachsen zum Schlagwort für alles neue, schicke, dynamische auf Webseiten, ohne Ansicht der technischen Mittel, mit denen sie erstellt wurden. Damit beerbt HTML5 das Buzzword AJAX. Herzlichen Glückwunsch. Gemacht werden solche—kurzer Blick in Richtung Decke—HTML5-Apps dann im günstigsten Fall mit HTML(5), CSS3 und dem guten alten Javascript. Trotzdem wird in Fahrwasser der Buzzerei der neue Webstandard unter Hochdruck in die Browser implementiert und er bringt so viele Sachen, die wir uns schon lange gewünscht haben!

CSS3 ist der zweite Umbruch, der sich jüngst durch die Tür drängt. Angestachelt vom Einschlag des neuen HTMLs, vorangetrieben durch die Webkitgemeinde und nicht zuletzt durch Microsoft, die mit ihren Platform Previews des IE 9 ein klares Commitment in Sachen CSS3 aussenden, kann man die (ja schon nicht mehr so) neuen Selektoren und Funktionen immer öfter einsetzen ohne rot zu werden. Leider wird man den Code in Zukunft wegen der Vendorprefixes (-webkit, -moz etc.) noch etliche Male anfassen müssen, aber theoretisch ist man hier auf der Straße der Zukunft.

Javascript ist eigentlich das gute alte Javascript geblieben. Bei den ganzen Neuerungen in anderen Bereichen scheint man hier nur schwerlich voranzukommen. Andererseits, zusammen mit den neuen Funktionen von HTML5, also dem Standard, nicht dem Buzzword, kommen auch auf die Javascriptler heisse Zeiten zu. Da gibt es mit einem Male browserinternen Datenspeicher, und—jetzt dreht man völlig durch—browserinterne Datenbanken, so richtig mit SQL! Was man damit vor allem machen kann, ist neue Sicherheitslücken aufreissen, gross wie Scheunentore, das wird eine tolle Sache. Ja, Security ist sowieso ein ganz wichtiges Thema in diesen Zeiten der Neuigkeiten. Zum Beispiel: neue Tags ≅ neue Angriffsvektoren. Aber es gibt eine Menge mehr zu beachten bei den neuen Möglichkeiten.

Aber nicht nur neue Techniken geben uns zur Zeit einen Riesenschub. Auch neue Geräte oder mindestens der Hype darum, bringen Vortrieb. Neue Eingebegeräte (äh Finger?) sind auf dem Vormarsch und auf lange Sicht werden auch Webseiten auf Berührung und Gesten reagieren müssen. Dafür muss natürlich wieder neues CSS und JS gewchrieben werden, nicht nur für Apples iPad, sondern auch für die Hypenachfolger.

Und bei all diesen neuen Dingen, die da gerade auf uns Digitalkreativen und Netzhandwerker einstürzen, wollen wir ja auch nicht die Errungenschaften der letzten Jahre wieder verlieren, also auch weiterhin etwas für Accessibility und Usability tun. Und das ist ein hartes Brot in Zeiten des Umbruchs, aber auch total spannend und wunderbar anspruchsvoll. Viel Spaß dabei.

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